Europa zu Gast in Oporto



 
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Palácio da Bolse
 
Im Rahmen eines Mega-Events trafen sich die Professionals der Textil- und Modeindustrie in einer der schönsten Städte der Welt im portugiesischen Oporto am Douro. Die Location, schicksalsträchtig und von überwältigender Architektur, war die alte Börse im Herzen der Stadt. Mit einem gigantischen Aufwand haben die Gastgeber einen europäischen Designer Contest iniziert, begleitet von einem fünfstündigen Vortrags- und Diskussionsmarathon im opulenten orientalischen Salon. Eine Veranstaltung der Superlative ausgerichtet von den Gastgebern CENIT, ANIVEC. APIC CAPS und MODALISBOA, die die besten europäischen Bekleidungs- und Schuhdesigner Schulen nach Porto gebracht haben. Dazu waren Exkursionen für die Studenten zu innovativen portugiesischen Firmen im Bereich der Textilien, Bekleidung und Schuhen organisiert. Namentlich: Calvelex, Polopique, Adalberto, crispim & Abren, Eureka, Nobrand, CTCP und die Akademie für Design in Calcado, was eine einmalige Gelegenheit bot in Kontakt zu kommen und die Industrie kennen zu lernen.
Die Konferenz fand wie oben bereits erwähnt, am 12.Dezember 2017 im „Palacio da Bolsa“ statt. Unter dem Titel „Design & Sourcing in Europa“ waren nationale und internationale Referenten zu hören, von den besten europäischen Modeschulen, dem Präsidenten der IFM und prominenten Modeunternehmen, zum Beispiel H & M um nur einen für alle zu nennen.


Die MODA PORTUGAL Show und die Ausstellung für Mode- Schuhmarken und Designer rundeten das Programm ab. Die Fashion Design Competition wurde von 33 jugendlichen Kreativen aus 8 Ländern bestritten. Im Bereich der Bekleidung hat Cyril Bourez aus Belgien bei den Schuhen, Daniel Goncalves aus Portugal gewonnen.

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Cyril Bourez / Belgien im Rahmen der Jury
 
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Cyril Bourez / Belgien - rechts: Manuel Lopes Texeira / CEO CENIT
 
In der Kategorie beste Kollektion eines Landes konnte sich Otilia Vlad von der AMD München für Deutschland erfolgreich durchsetzen.

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Otilia VLAD / AMD München
 
Die AMD Akademie Mode & Design, Kommunikation und Management bildet seit 28 Jahren für kreative und berufswirtschaftlich orientierte Berufe aus. Über 1.700 sind in Berlin, Hamburg, Düsseldorf und München eingeschrieben und werden von 30 Professoren unterrichtet.
Ulrike Nägele ist Studiendekanin und Professorin für Mode Design an der AMD Akademie in München. Sie war als Referentin zur portugiesischen Konferenz eingeladen. Wir konnten Sie für ein Shortview im KLAR-TEXT gewinnen:
KLAR-TEXT: Wie fanden Sie die Veranstaltung "Conference Design & Sourcing in Europe" ausgerichtet? Wie informativ war die Konferenz?
Ulrike Nägele: Die Konferenz war für mich schwer zu beurteilen, weil ich lediglich den Part der Vorstellungsrunde der Universitäten und den Vortrag des Vertreters der Hochschule aus Paris verstanden habe. Die restlichen Vorträge fanden in Portugiesisch statt. Das verstehe ich leider nicht. Sofern ich aus den Folien etwas entnehmen konnte, wurde die Wirtschaft Portugals beleuchtet. Mir wurde etwas zu stark das Thema: Fast Fashion als alleinige Macht und Kraft in den Vordergrund gestellt. Die Zukunft sollte aber in eine andere Richtung gehen.
KLAR-TEXT: Auf welchem Niveau waren die internationalen Designer zu sehen? Wie wurden Ihre Schüler beurteilt?
Ulrike Nägele: Das Niveau der eingeladenen Schulen war hoch und gut. Die Unterschiedlichkeit sehr schön. Seitens der AMD Akademie Mode & Design hatte ich bewusst 3 sehr unterschiedliche Kollektionen zusammengestellt, um das Portfolio der Modelandschaft, aber auch unserer Ausbildung aufzuzeigen. Die Beurteilungen waren entsprechend unterschiedlich. Gewonnen hat die Kollektion von Otilia Vlad, die einen extrem handwerklichen Touch hat und fast ausschließlich Haute Couture widerspiegelt. Das kam bei der Jury gut an.
KLAR-TEXT:Hatten Sie schon vorher Kontakte zu portugiesischenDesignern? Zur portugiesischen Modeindustrie allgemein?
Ulrike Nägele: Es war mein erster Besuch in Portugal. Wird sicher nicht der letzte gewesen sein. Zur Portugiesischen Industrie haben viele meiner Alumni gute Beziehungen. Lassen dort ihre Kollektionen fertigen. Portugal ist ein guter und solider Partner der Modebranche. Zu Portugiesischen Designern hatte ich bisher nur privat Kontakte. Nicht über die Hochschule. Das Land ist sehr kreativ und offen. Das ist eine gute Basis, weiterhin in Europa in der Kreativlandschaft mitzuspielen.

KLAR-TEXT: Wir danken für das Gespräch.

Rundum war die Veranstaltung ein grosser Erfolg, der die Geschichte und die Bedeutung der portugiesischen Textil- und Modeindustrie fortgeschrieben hat.
Die Eröffnungsrede hielt Manuel Lopes Texeira, der CEO von CENIT, das Schlusswort kam von Prof.Dr. Teresa Lehmann /(Secretaria de Estado da Industria) dem Anlass entsprechend, sehr überzeugend im kleinen Schwarzen.

Eugen Rapp


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